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Stiloffenes Karate - Ein Fazit von Christian Laszczyk

Sensei Christian Sensei Christian

 

Nach 5 Jahren SOK ist es an der Zeit ein Fazit zu ziehen. Das SOK hat sich trotz aller Kritik mittlerweile im DKV etalbiert. Nun ist aber die Zeit gekommen das SOK zu analysieren und über Veränderungen nachzudenken.
Viele Vertreter der großen Stilrichtungen haben offen das SOK kritisiert, teilweise auch zu Recht. Aussagen wie diese hat man oft gehört: „Wenn du deine Prüfung in deiner Stilrichtung nicht bestehst, dann mach sie doch im SOK!"
Ich habe in den letzten Jahren selbst Prüfungen im SOK absolviert, Kyu-Prüfungen abgenommen und konnte bei vielen Danprüfungen zusehen. Ich sah Gutes aber auch zu viel Schlechtes.
Den Grund dafür sehe ich in der relativ unstrukturierten Prüfungsordnung. Viele Prüfer und Trainer haben große Probleme mit den Auslegungen im Bunkai und Selbstverteidigung. Dies kann man sehr gut während der Prüferlehrgänge beobachten.
Bei Prüfungen werden oft spektakuläre Interpretationen, meist aus der Mittel- oder Langdistanz, gezeigt, die für die Realität völlig untauglich sind.
Darbietungen gegen mehrere Gegner, ja sogar Verteidigung gegen Waffen werden vorgestellt die völlig unrealistisch sind, und für einen selbst, in einer realen Situation gefährlich werden können.
Der Wahlteil Kumite ist der einzige Teil der einen strukturellen und methodischen Aufbau zeigt, aber hier fehlen meinem Erachten nach die grundschulmäßigen Yakusoku-Kumite Formen. Über diesen Bereich braucht man nicht mehr diskutieren. Das Wettkampfkarate war immer schon gut organisiert und man sollte sich hier die Frage stellen, ob es überhaupt notwendig ist dies in eine Prüfungsordnung zu übernehmen?
Ich möchte hier eine Dreiteilung vornehmen. Jeder kann sich für seinen Karate do
Weg entscheiden, alles ist gut, alles ist richtig...

Stiloffenes Karate - Ein Fazit
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